EFFIZIENTES ENERGIE-MANAGEMENT

Anwendungsfelder für die HyCS®-Technologie

Unsere Wasserstoff-Speichertechnologie eignet sich für viele Einsatzfelder. Einige lassen sich sehr schnell erschließen. Sie werden der AMBARTEC ermöglichen, das weitere Unternehmenswachstum teilweise aus eigenen Umsätzen zu finanzieren. Andere Einsatzfelder ermöglichen eher eine langfristige Wachstumsperspektive.

H2 transportieren – wirtschaftlich und über weite Strecken
Mit unserer HyCS®-Technologie kann Energie von Windparks und Solaranlagen zu z. B. einer Betriebstankstelle geliefert werden. Der Transport von H2 von dezentralen Erzeugern  zu dezentralen Anwendern stellt die nächste Skalierungsstufe der Technologie dar. Unsere modularen Transporteinheiten (100 Liter/250 kWh), die Ende 2022 bereitstehen sollen, können ohne große technische Anpassungen der verbundenen Systeme genutzt werden.

Sie ermöglichen versierten Spediteuren oder Brennstoffhändlern mit normalen Containerfahrzeugen auf einem LKW mindestens zweimal soviel H2 zu transportieren wie mit herkömmlichen Druckflaschen. Das führt zu einer signifikanten Senkung der Transportkosten. Der Markt für dezentralen H2-Transport ist zwar aktuell überschaubar, wird sich aber deutlich vergrößern, wenn in Folge der nationalen H2-Strategie ein Markthochlauf einsetzt. Dann wird auch Raum für neue Akteure entstehen.

Wir arbeiten bereits an weiteren Entwicklungen, um mittelfristig neue Geschäftsmöglichkeiten für Reedereien, Schiffbauern und internationale Energiehandelsgesellschaften im internationalen Wasserstofftransport zu etablieren. Denn Experten sind sich einig: Zukünftig wird mindestens zwei Drittel des deutschen Wasserstoffbedarfs importiert, zu einem erheblichen Anteil auch aus Übersee.

Unsere Entwicklung ist herkömmlichen Methoden weit überlegen: Im Vergleich zu heutigen Flüssigwasserstofftransportern kann mit unserer HyCS®-Technologie in einem Schiff gleicher Größe ca. dreimal soviel H2  transportiert werden.

Außerdem kann das für die H2-Erzeugung erforderliche Wasser am Produktionsstandort verbleiben und erneut genutzt werden. Das ist insbesondere für die H2-Erzeugung aus Solarenergie an sonnenreichen und meist trockenen Standorten ein enormer Vorteil.
Energie dezentral speichern – lange und sicher
Auch für die dezentrale Energiespeicherung bietet die 100-Liter-Einheit bereits interessante Anwendungsfälle. Um in einer elektrischen Li-Ionen-Batterie eine vergleichbare Energiemenge zu speichern, wird das fünf- bis zehnfache Volumen benötigt, also bereits bis zu 1.000 Liter.

Interessant ist die HyCS®-Technologie für mittelgroße Anwendungen, z. B. Kunden mit PV-Anlagen >500 kW oder mit Windenergieanlagen >250 kW und mit einem Stromverbrauch > 500 MWh/a. Jährlich wurden in den letzten 10 Jahren allein in Deutschland ca. 3.000 neue PV-Anlagen zwischen 100 und 1.000 kW errichtet, d. h. es gibt aktuell über 30.000 PV-Anlagen in dieser Größe. Wenn 5% davon auf die wirtschaflicheren HyCS-Speicher umsteigen, wären 1.500 Einheiten zu installieren.
Nutzfahrzeuge, Schiffe und Züge mit H2 betreiben
Unsere HyCS®-Technologie zeichnet sich aus durch ihre Kompaktheit. Diese Eigenschaft ist besonders vorteilhaft für den Einsatz in der Mobilität, wo ja das bewegte Volumen vor allem zu Nutzzwecken benötigt wird. Anwendungsfelder werden hier im Straßenverkehr im Bereich des Schwerlastverkehrs und bei Nutzfahrzeugen im innerstädtischen Bereich (Kehrmaschinen, Entsorgung) sowie bei Bussen gesehen.

Wenn es gelingt, die HyCS®-Technologie zusammen mit einem LKW-Hersteller markfähig zu machen, wartet ein enormer Markt auf diese Technologie. Allein in Deutschland werden jährlich über 80.000 LKW >6t zugelassen. Wenn davon 15 % mit alternativen Antrieben und davon 50 % mit H2 zugelassen werden, liegt der Bedarf bei 5.000 H2-Fahrzeugen pro Jahr. Bei einem HyCS®-Marktanteil von 25 % ergibt sich daraus ein Bedarf von mehr als 1.000 Einheiten jährlich.

Wettbewerbsvorteile ergeben sich auch im Schiffs- und Zugbetrieb, insbesondere bei der Umstellung von Dieselmotoren auf alternative Antriebe. Hier ergibt sich der besondere Vorteil, dass die Rückverstromung mit Motoren bei hohen Wirkungsgraden erfolgen könnte. Motoren sind derzeit technisch weit ausgereifter als Brennstoffzellen und allen Akteuren in der Wertschöpfungskette bis über Service und Reparatur bekannt. Der AMBARTEC ist bewusst, dass die Anwendung in der Mobilität eine komplexe Integrationsaufgabe darstellt. Deshalb wird mit der Markteinführung erst mittelfristig gerechnet.